Kann Musik vor Demenz schützen? #119


Musik ist ein mächtiges Werkzeug. Sie kann uns Energie geben oder auf Knopfdruck beruhigen.

Seit knapp zwei Wochen haben wir ein Piano zu Hause und ich übe täglich. Das bringt mir nicht nur Freude, sondern hält auch den Kopf fit.

Was mich diese Woche aber wirklich verblüfft hat: Laut einer neuen Studie muss man gar kein Instrument beherrschen, um sein Demenzrisiko zu senken.

Einfaches, regelmäßiges Musikhören scheint fast genauso effektiv zu sein.

Mehr dazu in der heutigen Ausgabe. Viel Spaß beim lesen :-)

Annika

In dieser Ausgabe:

🫀 Fast jeder Herzinfarkt und Schlaganfall ist vorhersehbar

🍳 Warum beim kochen das lüften wichtig ist

🎧 Schützt Musik vor Demenz?

📰 Fundstücke der Woche

PRÄVENTION

🫀 Fast jeder Herzinfarkt und Schlaganfall ist vorhersehbar

Herzinfarkte bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch 2025 noch immer die Todesursache Nr. 1 in Deutschland.

Eine neue großangelegte Studie aus Südkorea zeigt nun: Bei über 99 % der Menschen, die einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzversagen erleben, lassen sich im Vorfeld vier gut bekannte Risiko­faktoren nachweisen.

Die Forscher werteten Daten von mehreren Millionen Menschen über viele Jahre hinweg aus.

Die vier wichtigsten Risikofaktoren

Die Studie nennt vier „modifizierbare“ Faktoren, die fast immer vorausgehen:

  • Hoher Blutdruck
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Zu hoher Blutzucker (z. B. bei Prädiabetes/Diabetes)
  • Rauchen (aktuell oder früher)

Besonders häufig: Bluthochdruck. Bei über 93% der Betroffenen war er vor dem Ereignis vorhanden.

Selbst in Gruppen mit eigentlich geringem Risiko, etwa Frauen unter 60, war bei über 95% mindestens einer dieser Risikofaktoren vorhanden.

Was heißt das für dich

Herzinfarkte oder Schlaganfälle kommen selten wie aus heiterem Himmel. Vielmehr gibt es meist lange vorher Hinweise, die du kontrollieren kannst.

Wenn du regelmäßig deine Werte kontrollierst (Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker) und auf das Rauchen verzichtest, kannst du dein Risiko deutlich senken. Gerade weil Bluthochdruck so häufig verantwortlich ist.

Mach dir bewusst, dass schon „leicht erhöhte“ Werte gefährlich sein können, auch wenn noch keine Krankheit diagnostiziert wurde.

Die Studie nutzt den Begriff „nicht-optimal“ und deckte damit viele Fälle auf, die in früheren Studien vielleicht übersehen wurden.

Was du tun solltest

  • Lass regelmäßig Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker messen.
  • Lebe herzgesund: ausgewogene Ernährung, Bewegung, möglichst stressfrei.
  • Verzichte auf Rauchen bzw. hör damit auf.
  • Wenn Werte erhöht sind: sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin und erwäge Maßnahmen.

Mit solchen Veränderungen lässt sich aus Sicht dieser Studie ein Großteil der Herz- und Kreislaufkrisen verhindern.

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GESUNDES ZUHAUSE

🍳 Warum beim kochen das lüften wichtig ist

Hand aufs Herz: Wie oft lässt du die Dunstabzugshaube aus, weil sie einfach zu laut und nervig ist? Ich kenne das. Man will in Ruhe kochen und sich unterhalten, nicht neben einer Turbine stehen.

Mir war bis vor kurzem selbst gar nicht bewusst, wie wichtig das nervige Teil eigentlich ist.

Das Problem: Unsichtbare Gase

Beim Kochen entstehen nicht nur leckere Gerüche, sondern auch ein Mix aus Gasen und Feinstaub.

Selbst wenn nichts anbrennt und du keinen Rauch siehst, können sich Stoffe wie Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid in der Küche ansammeln.

Diese Stoffe reizen die Lunge und verschlechtern die Raumluftqualität massiv, oft ohne dass wir es direkt merken.

Was die Wissenschaft sagt

Eine Studie im Fachjournal Atmosphere hat sich genau angesehen, wie gut Dunstabzugshauben wirklich funktionieren. Die Ergebnisse sind ein Weckruf:

  1. Standard reicht oft nicht:
    Viele gewöhnliche Abzugshauben erfassen im Alltag weniger als 75 % der Schadstoffe.

    Ohne ausreichende Lüftung können die Feinstaubwerte in der Küche auf ein vielfaches dessen ansteigen, was draußen an einer befahrenen Straße gemessen wird.
  2. Frischluft ist der Schlüssel:
    Die Studie zeigte, dass der bloße Abzug oft ineffizient ist, wenn keine frische Luft nachströmt.

Was heißt das praktisch für dich?

Wir haben meistens keine Hightech-Labor-Küche mit integrierter Frischluftzufuhr. Aber wir können das Prinzip simulieren:

  • Lärm tolerieren:
    Schalte die Haube immer ein, sobald der Herd an ist.
  • Das "Frischluft-Upgrade":
    Da die Haube Luft nur absaugt, muss frische Luft nachkommen. Kippe ein Fenster in der Nähe.

    Das imitiert den Effekt aus der Studie und sorgt dafür, dass die Schadstoffe wirklich abtransportiert werden, statt nur in der Küche zu wirbeln.
  • Plan B:
    Wenn du keine Haube hast (oder sie nur die Luft umwälzt, statt sie nach draußen zu leiten), ist ein tragbarer Ventilator am offenen Fenster besser als nichts.

Kochen ist gesund, aber die Luft dabei sollte es auch bleiben. Der Lärm der Dunstabzugshaube ist kurzfristig nervig, aber langfristig zahlt es sich für deine Lungen aus.

DEMENZ

🎧 Schützt Musik vor Demenz?

Kann dir deine Lieblingsplaylist helfen, dein Gehirn im Alter fit zu halten? Eine aktuelle Studie liefert dazu spannende Zahlen.

Forschende der Monash University haben Daten von über 10.000 Menschen über 70 Jahren analysiert.

Das Ergebnis: Wer angab, „immer“ Musik zu hören, hatte ein um 39 % geringeres Risiko, eine Demenz zu entwickeln, im Vergleich zu denen, die dies selten oder nie taten.

Auch das aktive Spielen eines Instruments zeigte einen ähnlichen Schutzeffekt (minus 35 %).

Warum könnte das so sein?

Musik ist wie ein Workout für deinen Kopf. Sie aktiviert gleichzeitig verschiedene Hirnregionen. Von den Bereichen für Emotionen bis hin zum Gedächtnis.

Diese ständige Stimulation könnte helfen, die Verbindungen im Gehirn zu stärken und eine Art „kognitive Reserve“ aufzubauen. Zudem senkt Musik nachweislich Stress, was ebenfalls das Gehirn schützt.

Es handelt sich dabei allerdings um eine Beobachtungsstudie. Das bedeutet: Sie zeigt einen Zusammenhang (Korrelation), beweist aber keine Ursache (Kausalität).

Was heißt das für dich?

Wir können nicht mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, dass Musik Demenz verhindert. Aber: Das Risiko-Nutzen-Verhältnis ist unschlagbar. Musik zu hören hat keine Nebenwirkungen, senkt Stress und bringt Freude.

Nimm dir hin und wieder bewusst Zeit, um dein Lieblingsalbum aktiv zu hören. Ohne Handy und ohne Ablenkung. Achte auf einzelne Instrumente oder den Rhythmus. Das ist pures Training für deine grauen Zellen.

FUNDSTÜCKE DER WOCHE

Epigenetik: wie dein Lebensstil deine Gene steuert (🇩🇪; 5 min 📖)

Nicht nur deine Gene zählen, sondern auch, wie sie „gelesen“ werden. Der Artikel zeigt, wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress epigenetische Schalter beeinflussen und damit Alterung, Gesundheit und Langlebigkeit messbar mitbestimmen.

Diese einfache Gewohnheit senkt das Stresslevel (🇩🇪; 4 min 📖)

Der Artikel zeigt, wie kleine Alltagsrituale Stresshormone effektiv senken können: bewusst langsamer und achtsamer leben, alltägliche Momente intensiver wahrnehmen und genießen.

Z.B. bewusst essen, Gespräche bewusst führen oder den Kaffee ganz ohne Eile genießen. Genau solche Praktiken helfen, dein Nervensystem zu beruhigen und Gelassenheit zu fördern

Die 10 Minuten Regel (🇩🇪; 4 min 📖)

Wenn Steve Jobs bei einem schwierigen Problem länger als zehn Minuten festhing, machte er einen Spaziergang. Er holte sich so oft seine besten Ideen.

Genau diese „Zehn-Minuten-Regel“ wird von einer Neurowissenschaftlerin als effektive Strategie fürs kreative Denken bestätigt: Bewegung bringt dein Gehirn in einen offenen, entspannten Zustand, in dem neue Lösungen leichter entstehen können.

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